Ästhetische Medizin

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RF-Microneedling mit Polynukleotiden und Exosomen: Wie funktioniert die Kombination?

Feine Nadeln, Radiofrequenz und eine ergänzende Pflege: Was steckt hinter der Behandlung?

RF-Microneedling verbindet zwei Verfahren in einer Anwendung. Sehr feine Nadeln setzen kontrollierte Reize in der Haut. Gleichzeitig geben sie Radiofrequenzenergie ab, die das Gewebe in einer einstellbaren Tiefe erwärmt. Ziel ist es, die natürlichen Umbauprozesse der Haut anzuregen. Im Anschluss können je nach Behandlungskonzept geeignete Präparate mit Polynukleotiden und Exosomen aufgetragen werden. Für diese ergänzenden Wirkstoffe sind keine gesonderten Spritzen vorgesehen.

Was ist der Unterschied zu gewöhnlichem Microneedling?

Beim klassischen medizinischen Microneedling entstehen durch feine Nadeln kleine, kontrollierte Mikroverletzungen. RF-Microneedling ergänzt diesen mechanischen Reiz durch Wärmeenergie. Das Verfahren kann für Gesicht und, abhängig vom individuellen Befund, für weitere Regionen in Betracht kommen.

Es wird unter anderem zur Verbesserung von Hautstruktur, feinen Linien und bestimmten Aknenarben und Hautunregelmäßigkeiten untersucht und eingesetzt. Wie deutlich eine Veränderung ausfällt, hängt von der Haut, den Geräteeinstellungen und der Zahl der Sitzungen ab.

Welche Rolle spielen Polynukleotide und Exosomen?

Polynukleotide sind Molekülketten aus Bausteinen der Nukleinsäuren. In der Hautbehandlung werden sie als ergänzende Präparate verwendet. Eine kleine kontrollierte Studie untersuchte die Anwendung von Polynukleotiden nach RF-Microneedling und fand Hinweise auf zusätzliche Verbesserungen im Bereich feiner Augenfalten. Daraus lässt sich jedoch kein sicherer Effekt für jedes Präparat, jede Haut und das gesamte Gesicht ableiten.

Exosomen sind winzige, von Zellen freigesetzte Partikel. Exosomenhaltige Präparate werden als Ergänzung nach Needling erforscht. Die Produkte können sich nach Herkunft und Zusammensetzung deutlich unterscheiden. Bisherige Studien sind klein und verwenden unterschiedliche Verfahren; die zusätzliche Wirkung und langfristige Sicherheit der Kombination sind deshalb noch nicht zuverlässig geklärt.

Wichtig zur Einordnung: „Ohne Spritzen“ bezieht sich auf das Auftragen der ergänzenden Präparate. Beim RF-Microneedling dringen die feinen Nadeln des Geräts in die Haut ein. Die Behandlung ist daher minimalinvasiv und keine nadelfreie Anwendung. Auch lässt sich nicht pauschal zusichern, wie tief ein aufgetragenes Präparat in die Haut gelangt.

Wie läuft eine Full-Face-Behandlung ab?

Zunächst werden Hautzustand, Behandlungsziel, verwendete Präparate und mögliche Gegenanzeigen besprochen. Danach wird das Gesicht gereinigt; je nach Bedarf kann eine betäubende Creme aufgetragen werden. Mit dem RF-Handstück werden die vorgesehenen Bereiche des Gesichts systematisch behandelt. Die Nadeltiefe und Energie werden an die jeweilige Hautregion angepasst. Anschließend werden die dafür vorgesehenen Präparate äußerlich aufgetragen und Hinweise für die Pflege der Haut nach der Sitzung gegeben.

„Full Face“ bedeutet, dass das Behandlungskonzept das gesamte Gesicht berücksichtigt. Empfindliche Bereiche wie die Augenpartie benötigen eine eigene Beurteilung und passende Geräteeinstellungen. Ob Gesicht, Hals oder Dekolleté behandelt werden, sollte vorab ausdrücklich festgelegt werden. Weitere Informationen zu kombinierten Behandlungskonzepten finden Sie unter Kombi- und Full-Face-Behandlungen.

Welche Veränderungen sind möglich?

RF-Microneedling kann das Erscheinungsbild von Hautstruktur, feinen Linien und bestimmten Narben verbessern. Sichtbare Veränderungen entwickeln sich meist über Wochen, während die Haut auf die gesetzten Reize reagiert. Ein sofortiger oder garantierter Straffungseffekt wäre eine zu starke Vereinfachung. Für die zusätzliche äußerliche Anwendung von Polynukleotiden und Exosomen ist die Studienlage wesentlich begrenzter als für RF-Microneedling selbst.

Nach der Behandlung können Rötung, Wärmegefühl, Schwellung oder empfindliche Haut auftreten. Seltener sind unerwünschte Veränderungen wie Infektionen, Pigmentverschiebungen oder Narben möglich. Ob die Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem von Hauterkrankungen, Medikamenten und der individuellen Vorgeschichte ab. Deshalb gehören eine fachliche Beurteilung und verständliche Nachsorgehinweise zur Behandlung.

Fazit

Die Kombination verbindet eine gerätegestützte Methode mit ergänzend aufgetragenen Präparaten. Die RF-Nadeln und die Wärmeenergie setzen den eigentlichen Behandlungsreiz; Polynukleotide und Exosomen werden ohne zusätzliche Injektion aufgetragen. Eine gute Beratung erklärt getrennt, was über RF-Microneedling bekannt ist und welche Fragen zur zusätzlichen Wirkung der Präparate noch offen sind.

Mehr über den Ablauf, mögliche Behandlungsbereiche und das Angebot bei ReVital Aesthetic erfahren Sie auf unserer Seite zum
Radiofrequenz-Microneedling mit VIVACE RF® / reLift.

Quellen für die redaktionelle Prüfung

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